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Barrierefreiheit in der digitalen Lehre

Digitale Barrierefreiheit in der Lehre bedeutet, Lernangebote so zu gestalten, dass alle Studierenden – unabhängig von individuellen Einschränkungen – gleichberechtigt an der Hochschulbildung teilhaben können. Eine inklusive digitale Lernumgebung schafft die Voraussetzungen dafür, dass alle aktiv mitarbeiten, ihr Potenzial entfalten und erfolgreich studieren können.

Rund 16 Prozent der Studierenden sind von einer Beeinträchtigung oder Behinderung betroffen. Sie können bei der Teilhabe am Studium vor große Herausforderungen gestellt werden. Das macht es zu einem besonderen Anliegen der Hochschulen, die Lehre möglichst inklusiv und barrierearm zu gestalten.

Die Umsetzung digitaler Barrierefreiheit ist anspruchsvoll: Sie erfordert technische, didaktische und gestalterische Maßnahmen. Lehrende stehen vor der Aufgabe, ihre Materialien und Methoden so zu entwickeln, dass sie für ein breites Spektrum an Beeinträchtigungen zugänglich sind – darunter visuelle, auditive, motorische, kognitive und psychische Einschränkungen.

Auf dieser Seite finden Sie eine kuratierte Sammlung hilfreicher Informationsquellen sowie praxisnahe Tipps zur direkten Umsetzung in der Lehre.

1. Einstieg in die digitale Barrierefreiheit

Das folgende Video der Universität Leipzig bietet einen informativen Einblick in die Grundlagen der digitalen Barrierefreiheit:

2. Barrierefreiheit gestalten: Handlungsempfehlungen und Good Practice

Folgendes Einführungsvideo gibt einen kompakten Überblick über die wichtigsten Aspekte der Barrierefreiheit:

2.1 Lernressourcen zur barrierefreien Lehre

Folgende Lernressourcen sollen Lehrende mit wichtigen Tipps und konkreten Anweisungen unterstützen, ihre digitale Lehre barrierefreier zu gestalten:

2.2 Allgemeine Tipps für barrierefreie digitale Lehre und Moodle-Kurse

  1. Barrierefreiheit von Anfang an mitdenken
    Inklusive Lehre beginnt bei der Planung: Inhalte, Methoden und Tools sollten von Beginn an barrierefrei gestaltet werden.
  2. Feedback einholen und kontinuierlich verbessern
    Fragen Sie regelmäßig nach Rückmeldungen zur Barrierefreiheit und passen Sie Ihre Lehre entsprechend an.
  3. Klare Struktur und einfache Navigation
    Verwenden Sie eine logische Gliederung mit sprechenden Überschriften. Vermeiden Sie verschachtelte Menüs und unübersichtliche Layouts.
  4. Barrierefreie Materialien bereitstellen
    Nutzen Sie barrierefreie Dateiformate (z. B. korrekt formatierte PDFs, strukturierte Word-Dokumente). Achten Sie auf Alternativtexte für Bilder und Tabellenbeschreibungen.
  5. Multimediale Inhalte zugänglich machen
    Videos sollten mit Untertiteln und ggf. Audiodeskriptionen versehen sein. Nutzen Sie barrierefreie Player wie „Melvin“ (SHUFFLE-Projekt).
  6. Lesbarkeit und Kontraste optimieren
    Verwenden Sie gut lesbare Schriftarten, ausreichende Schriftgrößen und starke Farbkontraste
  7. Interaktive Elemente barrierefrei gestalten
    Aufgaben, Tests und Foren sollten mit Tastatur und Screenreader bedienbar sein.
  8. Technische Hinweise und Unterstützung anbieten
    Geben Sie Hinweise zur Nutzung von Tools und bieten Sie Kontaktmöglichkeiten bei Barrieren.

2.3 Tools für den Barrierefreiheits-Check

Es gibt eine Vielzahl von Barrierefreiheits-Checkern, die sowohl in Programme integriert als auch als eigenständige Tools verfügbar sind.
Neben den Checklisten im Moodle-Kurs „Barrierefrei gestalten“ bieten auch die folgenden Tools und Ressourcen wertvolle Unterstützung:

  1. Microsoft Office - Word, PowerPoint, Excel, Outlook
    Barrierefreiheitsprüfung direkt im Menü Microsoft Apps barrierefreiheit prüfen
  2. PDF
    Barrierefreiheitsprüfung direkt im Menü (Adobe Acrobat) PDF erstellen und barrierefreheit prüfen
  3. Videos
    Barrierefreie Videos mit „Melvin“ prüfen und erstellen (SHUFFLE-Projekt).
  4. Moodle Kursstruktur
    Tipps für die manuelle Prüfung Moodle Kursinhalten finden Sie unter dem folgenden Kurs Moodle barrierefrei gestalten.
    Nützliche Barrierefreiheits-Checker als Browser Erweiterungen sind hierbei Wave und Tota11y:
    Tota11y-Erweiterung für Firefox Tota11y-Erweiterung für Chrome
    Wave-Erweiterung für FirefoxWave-Erweiterung für Chrome
  5. Interaktive Moodle Inhalte H5P
    Die folgende Seite erläutert, welche H5P-Inhaltstypen in Moodle barrierefrei nutzbar sind und welche Einschränkungen bestehen, und bietet konkrete Empfehlungen zur barrierefreien Gestaltung interaktiver Lerninhalte: H5P und Barrierefreiheit.

2.4 Durchführung einer barrierefreien synchronen (online) Lehrveranstaltung

Egal, ob eine Lehrveranstaltung vor Ort oder online per Webkonferenzsystem stattfindet – denken Sie die Barrierefreiheit von Anfang an mit.
Dies umfasst nicht nur die Durchführung der Lehrveranstaltung selbst, sondern auch die barrierefreie Gestaltung der benötigten Materialien und des zugehörigen Moodle-Kurses. Ebenso sollte der (Online-)Raum, in dem die Veranstaltung stattfindet, für alle zugänglich und nutzbar sein. Folgendes Video gibt einen einführenden Überblick über die Planung, Durchführung und Nachbereitung barrierefreier Lehrveranstaltungen:

Kommunikation als Schlüssel

Eine Lehrveranstaltung barrierefrei zu gestalten, erscheint zunächst als komplexes Vorhaben – besonders, wenn bisher wenig Erfahrung damit besteht. Es ist jedoch nicht notwendig, alle Anforderungen sofort vollständig umzusetzen. Ein erster wichtiger Schritt ist die Kommunikation:
Lehrende sollten ihre Bereitschaft zur Anpassung der Lehre offen kommunizieren, falls Barrieren für einzelne Studierende entstehen. Dies schafft Vertrauen und ermöglicht individuelle Lösungen.

Empfehlungen für die Praxis

Vor der Veranstaltung

Während der Veranstaltung

Nach der Veranstaltung

Weitere Ressourcen und Checklisten: