
Das Inhaltsverzeichnis trägt den Titel „Inhalt“ oder „Inhaltsverzeichnis“. Aufgeführt werden alle Abschnitte der Arbeit, also auch das Literaturverzeichnis, etwaige andere Verzeichnisse und Anhänge. Das Inhaltsverzeichnis taucht klassischerweise jedoch nicht selbst auf.
Im digitalen Zeitalter von PDFs kann es aber sinnvoll sein, die Seitenzahl des Inhaltsverzeichnisses mit in das Inhaltsverzeichnis aufzunehmen, damit die Lesenden navigieren können.
Ordnungszahlen erhalten dabei nur die inhaltlichen Teile – arabische Ziffern werden bevorzugt. Die Seitenzahlen sind rechtsbündig angeordnet.
Das Inhaltsverzeichnis muss vollständig und logisch konsistent sein: Es entspricht der Gliederung der Arbeit, die eine sinnvolle, systematische und sachlogische Reihenfolge des behandelten Themas bietet. In einer guten Gliederung beziehen sich die Unterpunkte aufeinander, statt einfach nur bezugslos aufeinander zu folgen. Im Inhaltsverzeichnis soll genau dieser „rote Faden“ sichtbar werden.

Diese Gliederung, die sich im Inhaltsverzeichnis widerspiegelt, sollte ohne weitere Erklärungen verständlich sein. Ziel ist es, dass die Lesenden bereits aus der Überschrift einen ersten Eindruck gewinnen, worum es in den Kapiteln und Unterkapiteln geht.
Verständliche Kapitelüberschriften bestehen aus diesem Grund meist nicht nur aus einem einzelnen Wort.

Häufig wird der Nominalstil verwendet, du kannst aber davon abweichen. Mische die Stile aber möglichst nicht.
Im Nominalstil werden Tätigkeiten durch Nomen ausgedrückt: „Durchführung der Vorstudie“, im Verbalstil hingegen durch Verben: „Vorstudie durchführen“.
Die Arbeit richtet sich an Fachleute, die allgemeine Grundkenntnisse und einen Überblick über die Problemstellung haben. Dementsprechend müssen nur Begriffe und Sachverhalte erklärt werden, die sich eingehender mit dem Thema befassen. Diese solltest du im Inhaltsverzeichnis jedoch vermeiden, wenn möglich.
Je nach Umfang und Thema der Arbeit wird sie durch eine Unterteilung in maximal drei bis vier Unterpunkte übersichtlicher. Oft genügen zwei Ebenen. Du solltest jedoch niemals nur einen Unterpunkt aufführen.

Die Länge der einzelnen Abschnitte ergibt sich aus dem Inhalt, und sie sollten in einem angemessenen Verhältnis zueinanderstehen.
- Das Inhaltsverzeichnis spiegelt eine fehlerhafte oder ungünstige Aufgliederung der Arbeit wider
- Das Einteilungsprinzip wird nicht durchgehalten, d. h., Oberpunkte bilden keine inhaltliche Klammer für die Unterpunkte, oder Unterpunkte schließen sich nicht gegenseitig aus
- Das Inhaltsverzeichnis enthält Rest-Kategorien, wie z. B. „Sonstiges“ – prüfe, ob und wo diese Inhalte sinnvoll eingegliedert werden können
- Die Seitenzahlen fehlen
- Die Überschrift benennt das Einteilungsprinzip für die folgenden Unterpunkte, d. h., eine Gliederungsebene bildet eine logische Klammer um die darunter folgenden Unterpunkte
- Die Unterpunkte schließen sich inhaltlich gegenseitig aus
- Wenn es in einem Kapitel Unterpunkte gibt, müssen es mindestens zwei sein
- Die inhaltliche Gewichtung der Unterpunkte ist ausgewogen

Wie ist ein klassisches Inhaltsverzeichnis aufgebaut?
Das Inhaltsverzeichnis trägt den Titel „Inhalt“ oder „Inhaltsverzeichnis“ und listet die Kapitel mit den jeweiligen Ordnungsnummern und Seitenzahlen entsprechend ihrer Reihenfolge im Text auf. Die Seitenzahlen sind rechtsbündig angeordnet.
Brauche ich unbedingt ein Inhaltsverzeichnis?
Ja, bei wissenschaftlichen Arbeiten ist dies grundsätzlich üblich.
Der Artikel wurde veröffentlicht im November 2024 und zuletzt aktualisiert im November 2024.










