Der Harvard-Stil ist ein sogenannter Autor-Jahr-Zitierstil. Das bedeutet: Die Quelle wird direkt im Text genannt – in der Regel in runden Klammern – und nicht in einer Fußnote. Am Ende der Arbeit steht ein alphabetisch sortiertes Literaturverzeichnis mit allen verwendeten Quellen.

Der Harvard-Stil ist kein starr normierter Zitierstil. Entscheidend ist nicht eine einzige „richtige“ Form, sondern dass du innerhalb deiner Arbeit konsequent einheitlich zitierst.
Im Harvard-Stil verweist du direkt im Text auf deine Quelle. Ein Kurzbeleg besteht aus dem Nachnamen der Autorin oder des Autors, dem Erscheinungsjahr und – wenn nötig – der Seitenzahl.
(Müller 2021, S. 45)
Indirekte Zitate
Bei indirekten Zitaten gibst du Gedanken aus einer Quelle in eigenen Worten wieder. Diese Zitierform ist im Studium die Regel. Eine Seitenzahl ist empfohlen, vor allem wenn du dich auf eine konkrete Textstelle beziehst.
Informelle Trampelpfade entstehen vor allem dort, wo die geplante Wegeführung nicht den tatsächlichen Bewegungsmustern der Nutzer*innen entspricht (vgl. Müller 2021, S. 45).
Direkte Zitate
Direkte Zitate übernimmst du wortgetreu aus der Quelle. Sie stehen in Anführungszeichen und müssen immer mit einer Seitenzahl belegt werden.
„Trampelpfade folgen einer kollektiven Optimierungslogik.“ (Müller 2021, S. 45)

Verwende direkte Zitate sparsam. In wissenschaftlichen Arbeiten werden überwiegend indirekte Zitate erwartet.
- Zwei Autor*innen: (Müller & Schmidt 2020)
- Drei oder mehr Autor*innen: (Müller et al. 2019)
- Mehrere Quellen in einem Beleg: (Müller 2021; Schmidt 2019)
Im Literaturverzeichnis führst du alle Quellen auf, die du im Text zitiert hast – und nur diese. Die Einträge sind alphabetisch nach dem Nachnamen der Autor*innen sortiert. Im folgenden findet du drei Beispiele für die am häufigsten vorkommenden Textsorten
Monografie: Müller, Anna (2021): Wissenschaftlich schreiben lernen. 2. Aufl. Berlin: Beispielverlag.
Fachartikel: Schmidt, Jonas (2019): Schreiben im Studium. In: Zeitschrift für Hochschuldidaktik, 14(2), S. 33–48.
Internetquelle: Weber, Lara (2023): Zitieren im Studium. URL: https://www.beispielseite.de (abgerufen am 12.03.2026).

Der Harvard-Stil kann Unsicherheit erzeugen, weil es mehrere zulässige Varianten gibt. Wichtig ist daher, dass du dich (sofern vorhanden) an die Vorgaben deiner Lehrenden hältst und innerhalb deiner Arbeit konsequent bleibst.
- Nur zitierte Quellen ins Literaturverzeichnis – und alle Einträge nach demselben Schema.
- Besondere Quellen (Social Media, Interviews, Vorträge) benötigen angepasste Angaben wie Plattform, Datum oder URL.
- Lange wörtliche Zitate einrücken; bei indirekten Zitaten optional „vgl.“ voranstellen.
- Autor*innennamen im Text und im Literaturverzeichnis exakt gleich schreiben.
- Zotero hilft beim Sammeln und Formatieren – ersetzt aber nicht die eigene inhaltliche Kontrolle.
- Häufige Fehler: fehlende Seitenzahlen bei direkten Zitaten, inkonsistente Namensschreibweise, falsches „ebd.“.
Mit Zotero
Zotero ist ein kostenloses Literaturverwaltungsprogramm, das sich in Word integriert und Belege automatisch formatiert.
- Zotero installieren (zotero.org) – das Word-Plugin wird automatisch mitinstalliert.
- Zitierstil einstellen: Bearbeiten → Einstellungen → Zitieren → Stile → Harvard-Stil auswählen.
- Cursor im Text positionieren → im Word-Reiter Zotero auf Add/Edit Citation klicken → Quelle und Seitenzahl eingeben.
- Literaturverzeichnis erstellen: Add/Edit Bibliography klicken – Zotero fügt alle zitierten Quellen alphabetisch ein und aktualisiert sie automatisch.
Mit Word (ohne Zotero)
- Referenzen → Quellen verwalten → Neu: Quelle anlegen und Angaben eintragen (Autor, Jahr, Titel, Verlag etc.).
- Zitierstil (Formatvorlage) oben rechts im Reiter Referenzen auswählen.
- Cursor im Text positionieren → Zitat einfügen → Quelle auswählen. Der Kurzbeleg erscheint automatisch.
- Am Ende der Arbeit: Literaturverzeichnis einfügen – Word erstellt die Liste aus allen verwendeten Quellen.
Muss ich bei jedem Zitat eine Seitenzahl angeben?
Bei direkten Zitaten ja. Bei indirekten Zitaten ist eine Seitenzahl empfohlen, aber nicht immer zwingend. Bei kürzeren Texten (z.B. einem fünfseitigem Fachartikel wird nicht unbedingt eine Seitenzahl benötigt, bei einem fünfzigseitigem Buch auf jeden Fall.
Ist der Harvard-Stil überall gleich?
Nein. Der Harvard-Stil ist ein Zitierprinzip mit verschiedenen Varianten. Wichtig ist, dass du innerhalb deiner Arbeit einheitlich bleibst.
Darf ich Fußnoten für Quellen verwenden?
Im Harvard-Stil werden Quellen im Text belegt. Fußnoten kannst du für inhaltliche Ergänzungen nutzen, nicht für den regulären Quellenbeleg.
Ist Harvard das Gleiche wie APA?
Nein. APA ist ein eigener, stärker normierter Zitierstil, der ebenfalls mit Autor und Jahr arbeitet.
Der Artikel wurde veröffentlicht im April 2026 und zuletzt aktualisiert im April 2026.









