Generative KI als Lehrinhalt

Generative KI als Lehrinhalt

    Sie erfahren, welche Fragen wichtig sind, um KI gut in Ihre Lehre zu integrieren, und machen sich Gedanken zu Ihrem Fachbereich.

    Die Grafik zeigt die wesentlichen Schritte, die Ihnen dabei helfen sollen, die notwendigen Veränderungen in Ihrer Lehre zu identifizieren:

    Ihre Kompetenzziele

    Diese didaktischen Kompetenzziele sind für Sie wichtig, um Ihre Lehre adäquat weiterentwickeln zu können:

    Sie können…

    • …die aktuellen Möglichkeiten von generativen KI-Systemen einschätzen und beurteilen, bei welchen Lernaktivitäten Studierende generative KI-Systeme hinzuziehen könnten.
    • …kompetenzorientierte Lernziele zum Erwerb relevanter KI-Kompetenzen in ihrem Fach formulieren.
    • …für die Qualifikation der Studierenden geeignete kompetenzorientierte Lernziele formulieren, die die Nutzung von KI-Systemen durch die Studierenden berücksichtigen.
    • …für diese Kompetenzziele geeignete Lehrmethoden und Prüfungsformen auswählen.
    • …Ihre Studierenden für einen rechtlich und ethisch verantwortungsvollen Umgang mit generativer KI sensibilisieren.

    Wie können Sie diese Ziele erreichen?

    1. Sie hören sich in beruflichen Netzwerken des eigenen Fachbereichs um und informieren sich in der Fachcommunity (Verbände, Tagungen, Publikationen), welche Auswirkungen KI auf die zukünftigen Berufsfelder Ihrer Studierenden haben kann.
    2. Sie verfolgen technologische Entwicklungen aktiv mit und suchen kollegialen Austausch zu Lehrthemen, z.B. über Netzwerke und Tagungen, Plattformen und Blogs oder Weiterbildungen (siehe Empfehlungen in der rechten Spalte)
    3. Sie identifizieren, welche Veränderungen den eigenen Fachbereich betreffen und wo Schnittstellen zu den Lernzielen und Inhalten der eigenen Lehre sind. Leitfragen für verschiedene Bereiche des Lehrhandelns sind im Reflexionsmodell des VK:KIWA zusammengestellt.
    4. Sie sprechen mit den Studierenden, testen Tools mit ihnen aus und entwickeln gemeinsam Regeln für einen kritischen Umgang, um zum Beispiel die nachfolgenden Fragen zu klären:
      • Welche Rolle könnten KI-Systeme übernehmen – Gesprächspartner*in, Manager*in, Content Creator, Prüfstelle, …?
      • Welche Inhalte werden auf jeden Fall „Menschen-gemacht“ bleiben?
    5. Sie gleichen Ihre Lernziele mit den Veränderungen ab und passen sie ggf. an bzw. ergänzen oder entfernen sie. Entsprechend Ihrer überarbeiteten Lernziele verändern Sie nun auch Lernaktivitäten und Lehrmethoden und initiieren ggf. Änderungen in Modulhandbuch oder SPO. Leitfragen können sein:
      • Welche Kompetenzen kommen neu hinzu?
      • Welche Kompetenzen werden zukünftig nicht mehr benötigt bzw. verlieren an Relevanz und müssen gestrichen werden?
      • Welche Lernziele bleiben im Prinzip bestehen, verändern sich aber?

    New Skills oder Deskilling?

    Wagen Sie ein Gedankenexperiment.

    Folgende Aussagen nehmen Sie als wahr und gegeben an:

    – KI-Nutzung wird alltäglich, und die Tools werden richtig gut.

    – KI wird Lernen und Arbeiten besser machen.

    – Wer KI-kompetent ist, wird Vorteile im Arbeitsumfeld und Wissenschaftsbetrieb haben.

    1. Wie würden Sie Ihre Lehre verändern, um Ihre Studierenden gut auf ihre zukünftige Rolle in Beruf und Gesellschaft vorzubereiten, wenn die oben ausgeführten Aussagen wahr werden?

    2. Gleichen Sie Ihr Gedankenexperiment mit Ihrer aktuellen Lehre ab: Welche Veränderungen sollten Sie tatsächlich vornehmen? Wo bleiben Sie beim bestehenden Konzept?

    Das können Sie jetzt tun

    Registrieren Sie sich beim KI-Campus und schreiben Sie sich in den Online-Selbstlernkurs „KI für Lehrende: generative KI im Hochschulkontext“ ein. Bearbeiten Sie insbesondere das Kapitel „Anwendung in der Lehre“ in Block 4.

    Der Beitrag wurde veröffentlicht im August 2026 und zuletzt aktualisiert im Februar 2026.

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