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Kompetenzorientierung in (digitalen) Prüfungen

Kompetenzorientierung in (digitalen) Prüfungen

    Prüfungen sollen die erworbenen Fähigkeiten der Studierenden sichtbar und bewertbar machen. In kompetenzorientierten Prüfungsformaten mit anwendungs- und handlungsorientierten Aufgaben können Studierende zeigen, dass sie ihre Kompetenzen situationsbedingt angemessen anwenden, Probleme lösen und reflektiert handeln können. Mit Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz werden vier Kompetenzbereiche unterschieden, die durch verschiedene Prüfungsformen unterschiedlich stark sichtbar gemacht werden können.

    Beispielsweise können Studierende in einem Peer-Feedback ihre Fachkompetenz unter Beweis stellen, indem sie Ergebnisse auf ihre Richtigkeit hin überprüfen, und benötigen gleichzeitig fachspezifische Sozialkompetenzen für einen gelungenen Rückmelde-Prozess.

    Die richtigen Prüfungsfragen und Aufgabenstellungen sind der Schlüssel für eine gelungene, kompetenzorientierte Prüfung. In diesem Schritt geht es darum, aus den formulierten Lernzielen entsprechende Prüfungsfragen abzuleiten. Sind die Lernziele beispielsweise auf den unteren Kompetenzniveaus angesiedelt (also z.B. Wissen und Verstehen), dann sind auch dieselben Verben aus der Lernzieltaxonomie nach Anderson & Krathwohl, die bei der Erstellung der Lernziele zum Einsatz kamen, für die Formulierung der Prüfungsfragen relevant (also zum Beispiel nennen, beschreiben, zählen Sie auf …).

    Insbesondere in digitalen Prüfungen ist es wichtig, auch höhere Kompetenzniveaus bewusst zu berücksichtigen. Dies gelingt besonders über anwendungs- und problemlösungsorientierte Aufgabenformate, in denen Studierende authentische und anspruchsvolle Problemstellungen bearbeiten.

    Der Beitrag wurde veröffentlicht im August 2026.

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