Die Technische Hochschule Nürnberg bietet allen Lehrenden die Möglichkeit, moderne Hybrid-Systeme in Anspruch zu nehmen und in ihre Lehrveranstaltungen zu integrieren. Mit den vielfältigen Systemen lässt sich die klassische Lehre erfolgreich mit dem digitalen Raum verknüpfen. Es wird Medientechnik für verschiedene Anforderungen bereitgestellt: Von fest installierter Technik über den flexiblen, ausleihbaren Hybridkoffer bis hin zum Hybrid Sofort-Set für spontane Einsätze.
Diese Beitragsreihe dient dazu, die Systeme vorzustellen und didaktisch einzuordnen.
| Gruppengröße | Interaktionsgrad | Lehrform | Zugänglichkeit | |
| Hybride Räume | bis 60 Personen | hoch* | Lehrgespräch | bereits aufgebaut; mit Einweisung |
| Hybridkoffer | bis 40 Personen | online gering | Lehrvortrag | Aufbau in wenigen Minuten; mit Einweisung |
| Hybrid-Sofort-Set | bis 15 Personen | bedingt möglich | Seminar | Aufbau in wenigen Minuten; ohne Einweisung |
Die in diesem Beitrag beschriebenen hybriden Räume bündeln Medientechnik für die hybride Lehre an einem Ort. Sie unterstützen Lehrveranstaltungen, bei denen Studierende gleichzeitig vor Ort und online teilnehmen. Didaktisch sinnvoll ist die Nutzung der hybriden Räume vor allem dann, wenn Vor-Ort- und Online-Teilnehmende möglichst gleichwertig einbezogen werden sollen.
Was kann man in den hybriden Räumen machen?
In den hybriden Räumen können sich alle Beteiligten sehen und hören, unabhängig davon, ob sie vor Ort oder online teilnehmen. Kameras, Mikrofone, Beamer und die Anbindung an Videokonferenzsysteme sind so aufeinander abgestimmt, dass:
- die Lehrperson im Raum und online gut sichtbar und verständlich ist,
- Wortmeldungen aus dem Raum auch online ankommen und umgekehrt,
- die Online-Teilnehmenden über einen großen Monitor an der Rückseite des Raumes für alle sichtbar übertragen werden,
- Präsentationen vom eigenen Laptop sowohl im Raum als auch online gezeigt werden,
- Inhalte über eine Dokumentenkamera (z. B. Skizzen, Bücher, Objekte) für alle geteilt werden können.
Lehrende müssen ihre Veranstaltung nicht doppelt planen, sondern können mit einer Gruppe arbeiten, die aus zwei Teilgruppen besteht. Die hybriden Räume sind vor allem ausgelegt für Inputphasen, Diskussionen, Fragen aus dem Plenum und einfache Interaktionen über beide Kanäle hinweg.
Die hybriden Räume eignen sich besonders gut für kleine bis mittlere Gruppen (z. B. Seminare, Übungen, Vorlesungen bis ca. 60 Personen). Der didaktische Mehrwert liegt in der gemeinsamen Arbeit im Plenum.
Die Ausstattung im Seminarraum
Das Herzstück der Ausstattung bildet ein moderner „Cynap-Prozessor“, der sich via Touchscreen ansteuern lässt und eine intuitive Bedienung des gesamten Systems gewährleistet. Virtuelle Konferenzräume lassen sich über die vorinstallierte Verknüpfung zu MS Teams im Handumdrehen öffnen und so die Meetings starten. Es besteht eine direkte Verbindung mit dem Beamer und eine konstante Audio- und Videoübertragung durch die im Raum vorinstallierten Mikrofone und Kameras. Diese verfügen über einen Auto-Tracking-Modus, der die Lehrenden auch dann im Fokus behält, wenn sich diese im Raum bewegen oder mit den Zuhörenden interagieren. Voreingestellte Kamerapositionen ermöglichen zudem die zielgerichtete Erfassung bestimmter Teilbereiche der Tafel oder des Raumes.
Online-Teilnehmer*innen sind während der Vorlesung über einen großen Monitor sichtbar, der üblicherweise an der Rückwand des Raumes angebracht ist. Dieser fungiert als Verlängerung des physischen Raumes und ermöglicht die nahtlose Integration der Online-Mitglieder in die Vorlesung. Der große Vorteil für die Lehrenden besteht darin, während der Veranstaltung nicht parallel Online- und Präsenzteilnehmende im Blick behalten zu müssen; folglich können diese einem einzigen „Raum“ ihre gesamte Aufmerksamkeit schenken. Alle Teilnehmer*innen der Veranstaltung sind durch die Monitorübertragung jederzeit gut sichtbar. Die Lehrenden behalten somit stets den Überblick über das Geschehen in der Vorlesung.
Lehrende können ihr Endgerät im Raum direkt am Pult anschließen und unmittelbar mit der Veranstaltung beginnen.
4 Tipps für Interaktion
- Kommunikationsregeln festlegen
Sagen Sie zu Beginn, wie Fragen gestellt werden (Melden im Raum, Handheben-Icon oder Chat). Bitten Sie außerdem um Handzeichen, wer aus dem Online-Raum sich vorstellen kann, aktiv teilzunehmen. So gewinnen Sie und die Studierenden Klarheit und Planungssicherheit. - Online-Teilnehmende direkt ansprechen
Blicken Sie regelmäßig in die Kamera. Stellen Sie gelegentlich Fragen direkt an die Online-Gruppe. Das erhöht die Aufmerksamkeit und senkt die Hemmschwelle, aktiv beizutragen. - Rolle vergeben: Chat-Beobachtung
Bitten Sie eine Person vor Ort oder online, den Chat im Blick zu behalten und Fragen zu bündeln. Das entlastet Sie und sorgt dafür, dass Online-Beiträge berücksichtigt werden. - Ergebnisse für alle sichtbar machen
Eine Person aus dem Online-Raum löst eine Aufgabe oder zeigt ein Gruppenergebnis am eigenen Gerät (z.B. mit Touchscreen) und teilt dabei den Bildschirm, so dass alle – vor Ort und online – den Lösungsweg mitverfolgen können.
Ohm-exklusiv: Ausleihe und Beratung
Lehrende der Ohm können beim Team Medien eine technische Einweisung und Beratung im Umgang mit den Geräten erhalten und bei Bedarf weiteres Equipment ausleihen. Das Team Lehr- und Kompetenzentwicklung unterstützt bei der didaktischen Einordnung des Medieneinsatzes und berät bei der Auswahl geeigneter Lehrmethoden und Lernaktivitäten.
In der rechten Spalte finden Sie Kontaktmöglichkeiten und Verweise auf weiterführende Informationen sowie das Angebot für Lehrende der Ohm.
Disclaimer: Der Entwurf für diesen Beitrag wurde unter Zuhilfenahme von MS 365 Copilot erstellt.
Der Beitrag wurde veröffentlicht im Juni 2026 und zuletzt aktualisiert im November 2024.



















